Borreliose Therapie

Bei der Borreliose Therapie ist ausschlaggebend, in welchem Stadium sich die Erkrankung aktuell befindet. Unterschieden wird in drei Stadien. Als Erstes tritt lokal an der Stelle des Zeckenbisses eine typische Rötung auf. Diese weitet sich kreisförmig aus und geht mit allgemeinen Symptomen wie Fieber und einer unspezifischen körperlichen Schwäche einher.

Etwa zwei Wochen danach treten grippeartige Symptome auf. Wird hier früh genug mit einer antibiotischen Therapie eingegriffen, ist die Borreliose Therapie sehr erfolgreich. Diskutiert wird allerdings immer noch wie lange und wie hoch das Antibiotikum dosiert werden soll.

Im zweiten Stadium der Krankheit, etwa um den ersten bis dritten Monat nach der Infektion beginnt sich der Erreger auf den gesamten Körper auszubreiten. Erneut kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden. Zusätzlich kommt es durch den Befall verschiedener Organe zu einem sehr unterschiedlichen Symptomkreis. Von Lähmungen bestimmter Nerven (Lähmung des Gesichtsnervs) bis hin zu rheumaartigen Schmerzen in den Gelenken kann sich die Erkrankung manifestieren. Erneut ist das Mittel der Wahl der Borreliose Therapie ein hoch dosiertes Antibiotikum über circa zwei Wochen. Wird hier nicht ausreichend und intensiv behandelt kann es zu chronischen Schäden kommen.

Im letzten und dritten Stadium wird die Infektion chronisch. Vergleichbar mit zum Beispiel Malaria tritt die Erkrankung immer wieder auf. Jahrelangen gesunden Phasen kann ein heftiges erneutes Auftreten folgen. Je nach spezifischer Art des Erregers können verschiedene Organsysteme besonders betroffen sein. Es kommt zu neurologischen Problemen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen, genauso wie zu der gefürchteten Lymearthritis. Hier wird im Akutstadium erneut hoch dosiert mit Antibiotika behandelt. Eventuell auch intermittierend mit Abstand von einer Woche unter Zugabe spezieller Medikamente, die die Zelldurchlässigkeit für das Antibiotikum erhöhen.

Borreliose ist, sofern sie nicht im Anfangsstadium erkannt wird, eine sehr therapieresistente Erkrankung. Viele chronisch Kranke klagen trotz der Borreliose Therapie immer wieder über eine allgemeine Schwächung der körperlichen Leistungsfähigkeit und chronische Müdigkeit, die auch mit ausreichenden Ruhepausen nicht behebbar scheint.